Sonntag, 24. August 2008

Erste Besichtigung

Vom Donnerstag 21. bis zum Sonntag 24. August 2008 waren wir zur Besichtigung des ggf. zu übernehmenden Söllbach-Hofes im schönen Zillertal.

Zum einen mussten meine beiden lieben, den mir bereits von zwei Skiausflügen bekannten Hof, noch kennen lernen und zum anderen wollten wir uns ein Bild vom Zustand des Hauses machen.

Mitgekommen war neben Astrid nur noch die Chari, da die Yara an einem Ferienlager in der Nähe von Coburg teilnimmt.

Zum einem zeigte sich das Zillertal von seiner besten Seite mit strahlend blauem Himmel und angenehm warm und zum anderen zeigte sich das Haus und das Interieur, wie (leider) erwartet, in einem miserablem Zustand. Irgendwie verstehe ich nicht, warum Besucher beim abschließenden säubern eines Wochenendbesuchs immer nur den Boden fegen und Spinnweben oberhalb des Fußbodens nicht sehen oder nicht bemerken. So konnte ich Spinnweben, welche ich auf 3 Jahren alten Fotos verewigt hatte, wiedererkennen. So war es im ganzen Haus.

Die vom Vorpächter erstellte Liste der abzulösenden Utensilien erwies sich als "Schrottliste". So ziemlich alles ist mehr als reif für den Sperrmüll. Einige Dinge, die dort ggf. nützlich sind habe ich mit einem wohlwollenden Rest/Nutzwert anerkannt. Bei dem Rest bin ich sogar froh, wenn der Vorpächter den Sch... auch wirklich abholt.

Hinter all dem Müll, Staub und Dreck, verbirgt sich aber ein Schatz. Ein Schatz, der nur durch ein wenig Fleiß und Schweis gehoben werden kann.

Nach einer Generalreinigung ist das Haus sofort uneingeschränkt nutzbar. Alles was dann noch gemacht wird, hebt den Wohn.- und Wohlfühlwert.

Z.B. der Eingangsbereich/Flur kann durch eine gute Beleuchtung und einer Rundumsanierung von der Holzdecke (Abschleifen und einlassen), Wände (Beleuchtung, Löcher schließen und Mahlern) zum Boden (Abschleifen und einlassen) innerhalb ein paar sicher arbeitsreichen Tagen zu einem ansehnlichen und einladenden Flur ausgebaut werden.
Selbst die lieblos hingestellten Biertische und Bänke können durch vorhanden Kommoden und Schräckchen ausgetauscht werden.

Dieses Beispiel kann ich nun endlos und Raum für Raum wiederholen, was ich aber hier lasse. Denn es ist immer das gleiche. Schrott, Schmutz, fehlende Liebe, Bausünden und halb fertiges wiederholt sich Raum für Raum.

Es ist eigentlich so einfach mit ein wenig Herz und Geschmack das Haus zum glänzen zu bringen.

Erste Besucher
Uns besuchten dann am Freitag noch meine Eltern, die meinen ältesten Sohn (Sven) überreden konnten mitzukommen, was mich sehr freute. Auch die machten sich ein Bild und haben aber zweifel, wegen der nötigen Arbeit. Der örtliche Grill wurde sogleich eingeweiht und die mitgebrach
Mititei mit Zweibeln, scharfem Senf und Mischbrot gegessen. Nach ein paar partien Canasta fuhren meine Eltern dann ohne Sven aber wieder anch Hause. Über den Achenpass nur etwa 1'15''.

Am Stamstag dann, verließ uns das gute Wetter und wir verbrachten fast den ganzen Tag mit unterhaltungen über "was man wie" machen kann und was schnell zum Erfolg führt. Auch darüber wieviel an Ablöse wir bereit sind zu zahlen und was wir bei einer evtl. deutlichen Pachterhöhung (bei einem Pächterwechsel oft üblich) machen und wo unsere finanzielle Schmerzgrenze ist.

Besuch bei Resi
Die Alt-Bauerin vom Söllbach-Hof, die Resi, hat in den Hof eingeheiratet und das alte Bauernhaus ist das Geburtshaus Ihres verstorbenen Mannes. Viele Schicksalsschläge in Ihrem Leben haben die Verbundenheit zum Hof nur noch verstärkt und so sind etliche Gefühlsregungen mehr als verständlich. Dabei hat der jetzige Pächter nicht gut abgeschnitten, was ich hier nich ausbreiten möchte. Bei diesem netten Sit-in haben wir dann auch noch die beiden Töcher kennen lernen dürfen. Walli ist inzwischen die Eignerin der Hofes und mit Ihr sind wir uns dann auch schnell Handelseinig geworden und haben noch über die Pachtbedingungen gesprochen. Die Pacht ist zwar erhöht worden, aber im Rahmen unserer Möglichkeiten. Als Mehrwert für uns werden aber noch alle Fenster im Erdgeschoss alsbald ausgetauscht. Alleine diese Massnahme rechtfertigt auch die höhere Pacht.
Zur Feier stießen wir mit einem selbst gebrannten Zierbel-Schnaps an *sehr lecker*. Diesen Schnaps brennt Sie selbst, denn dass Brennrecht wurde der Tochter vererbt.

Wir vier feierten im Tal, in einer Pizzeria, mit den Kindern und gönnten uns ein ausgedehntes Mahl.

Zu erwähnen dazu ist noch, dass die Preise im Zillertal, obwohl die Touristische Infrastruktur so gut ausgebaut ist, deulich unter den von uns gewohnten (Großraum München) liegt. Sprich gute Portionen zu einem wirklich guten Preis.

Sonntag ist Heimfahrtstag, und wir brachen schon sehr früh auf, denn die sehnsucht nach der Heimkehrenden Yara war doch sehr groß.

Servus Söllbach-Hof - Wir kommen wieder, dass ist nach diesem Wochenende sicher.

Chari, Sven, Astrid und Tom